Meral Kureyshi

Ort: Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch

Veranstalter: prolit

mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia

 

© Matthias Günter

Im Meer waren wir nie

Lili zieht ins Altersheim, um ihrem pflegebedürftigen Mann zur Seite zu stehen. Ihre Familie sucht jemanden, der sie regelmäßig besucht und ihr im Alltag hilft. Die Ich-Erzählerin sagt: "Ich bin dieser Jemand." Sie wohnt mit Lilis Enkelin Sophie im selben Haus, gemeinsam ziehen sie deren achtjährigen Sohn Eric groß. Eingewoben in die ganz gegenwärtige Geschichte eines komplexen Miteinanders werden die Erinnerungen Lilis an ihre Kindheit im Kosovo, an das Verlassen ihres Landes und ihr späteres Leben in der Schweiz.

Meral Kureyshi erzählt so lakonisch wie melancholisch und sie verschränkt in raffinierter Dramaturgie Vergangenheit und Gegenwart zu einer Geschichte mehrerer Generationen und zu einer literarischen Reflexion der Fragen von Abschied und Ankunft, Leben und Sterben, Verlust und Neubeginn.

Meral Kureyshi, geboren 1983 in Prizren (Kosovo) als Angehörige der türkischsprachigen Minderheit, kam 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz. Sie studierte Literatur und Germanistik in Biel, ihre Werke (u.a. „Elefanten im Garten“ und „Fünf Jahreszeiten“ wurden mehrfach ausgezeichnet und übersetzt. „Im Meer waren wir nie“ ist im Limmat Verlag erschienen.

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