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Katerina Poladjan

Ort: Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch

Veranstalter: prolit

© Andreas Labes

Zukunftsmusik

Es ist ein einziger Tag, an dem Katerina Poladjan ihren neuen Roman spielen lässt: der 11. März 1985, der Tag, an dem die Ära Gorbatschow beginnt und damit das Ende der Sowjetunion. Von diesen großen historischen Ereignissen ist in der Kommunalka im hintersten Sibirien nichts zu spüren. Sechs Familien leben hier zusammen und gehen einem unspektakulären, immer gleichen Alltag nach, der dennoch und wie unbemerkt auf einen je eigenen Höhepunkt zuläuft. Der Ingenieur von nebenan versucht, sein Leben in Kästchen zu sortieren, Warwara hilft einem Kind auf die Welt, Maria träumt von der Liebe, Janka will am Abend in der Küche singen.

"Zukunftsmusik" ist ein fein orchestrierter, anspielungsreicher Roman über Leben am Wendepunkt, über eine untergegangene Welt, die bis heute nachwirkt, über die Absurdität des Daseins und die große Frage des Hier und Jetzt: Was tun?

"Ähnlich wie in ihrem letzten Roman "Hier sind Löwen" zeigt Katerina Poladjan auch in "Zukunftsmusik", wie glänzend sie sich auf die Innenschau ihrer Figuren und deren emotionale Bindungen versteht. Ihr gelingt ein kleines, schimmerndes Alphabet der Gefühle in der späten Sowjetunion." (Maike Albath, Süddeutsche Zeitung) 

 

Katerina Poladjan wurde 1971 in Moskau geboren und lebt seit 1979 in Deutschland. Auf ihr Prosadebüt "In einer Nacht, woanders" folgten "Vielleicht Marseille" und "Hier sind Löwen". Sie absolvierte ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften und ein Studium der Darstellenden Kunst. 2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. 2022 erhält sie den Chamisso-Preis der Stadt Dresden und den Rheingau-Literaturpreis. "Zukunftsmusik" ist im S.Fischer Verlag erschienen.

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